Die Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie ist ein spannender Einstieg in eine lebendige Branche. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über diesen vielseitigen Ausbildungsberuf und dient jungen Menschen als wertvolle Informationsquelle bei ihrer Berufswahl.
In 2 Jahren zum Gastro-Profi das Wichtigste zur Ausbildung als Fachkraft für Gastronomie
- Dauer: Die duale Ausbildung dauert zwei Jahre und findet im Betrieb sowie in der Berufsschule statt.
- Voraussetzung: In der Regel genügt ein Hauptschulabschluss, um die Ausbildung zu beginnen.
- Aufgaben: Sie lernen alles von der Gästebetreuung und dem Servieren bis hin zu Küchengrundlagen und Warenwirtschaft.
- Gehalt: Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen ca. 900 € im ersten und bis zu 1.150 € im zweiten Jahr.
- Karriere: Nach dem Abschluss warten gute Einstiegsgehälter und vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten auf Sie.

Was die Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie wirklich ausmacht
Mehr als nur bedienen: Ein Blick auf Ihre vielfältigen Aufgaben
Viele denken bei Gastronomie sofort ans Kellnern. Doch ich kann Ihnen versichern: Der Beruf der Fachkraft für Gastronomie geht weit darüber hinaus! Es ist eine unglaublich vielseitige Ausbildung, die Sie auf eine breite Palette von Aufgaben in unterschiedlichen Umfeldern vorbereitet. Ob in einem schicken Restaurant, einem großen Hotel, bei einem Catering-Unternehmen oder in der Systemgastronomie Ihre Fähigkeiten sind gefragt. Sie lernen nicht nur, wie man Gäste professionell betreut und Speisen sowie Getränke serviert, sondern auch, wie man Veranstaltungen organisiert, einfache Gerichte in der Küche zubereitet, die Warenwirtschaft im Blick behält und kaufmännische Tätigkeiten wie die Kassenführung übernimmt. Es ist ein Beruf, der Köpfchen und handwerkliches Geschick gleichermaßen fordert.
Ihr Weg zum Gastro-Profi: So läuft die Ausbildung ab
Der Fahrplan: Schule und Betrieb im Wechsel
Die Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie ist als duales System konzipiert und dauert zwei Jahre. Das bedeutet, Sie verbringen Ihre Zeit abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb wenden Sie das Gelernte direkt in der Praxis an und sammeln wertvolle Erfahrungen im echten Arbeitsalltag. Die Berufsschule hingegen vermittelt Ihnen das theoretische Wissen, das Sie für ein fundiertes Verständnis der Branche benötigen. Diese Kombination aus Theorie und Praxis ist, meiner Erfahrung nach, der beste Weg, um sich optimal auf die Anforderungen des Berufs vorzubereiten.
Das lernen Sie konkret in Ihrer Ausbildung
Während Ihrer Ausbildung werden Sie in einer Vielzahl von Bereichen geschult, die Sie zu einer echten Allround-Fachkraft machen:
- Gastbetreuung und Beratung: Sie lernen, wie man Gäste empfängt, berät und ihnen ein unvergessliches Erlebnis bereitet.
- Servieren von Speisen und Getränken: Von der richtigen Reihenfolge bis zum professionellen Umgang mit Geschirr und Besteck.
- Annahme und Bearbeitung von Reservierungen: Effiziente Planung und Koordination sind hier entscheidend.
- Organisation von Veranstaltungen: Sie unterstützen bei der Planung und Durchführung kleinerer Events.
- Zubereitung einfacher Speisen in der Küche: Grundkenntnisse in der Küche sind unerlässlich, um die Abläufe besser zu verstehen.
- Warenwirtschaft: Dazu gehören die Bestellung, Lagerung und Kontrolle von Lebensmitteln und Getränken.
- Kassenführung und Abrechnung: Der korrekte Umgang mit Geld und Kassensystemen ist ein wichtiger Bestandteil.
- Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards: Besonders wichtig in der Gastronomie, um die Gesundheit der Gäste zu gewährleisten (Stichwort HACCP).
Was Sie für die Ausbildung in der Gastronomie mitbringen sollten
Formale Anforderungen und nützliche Schulfächer
Für die Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie wird in der Regel ein Hauptschulabschluss erwartet. Ein mittlerer Bildungsabschluss ist natürlich auch eine gute Basis. Ich empfehle Ihnen, besonders auf Ihre Noten in bestimmten Fächern zu achten, da diese im Berufsalltag sehr nützlich sind. Gute Mathematikkenntnisse helfen Ihnen bei der Kassenführung und Abrechnung, während Deutschkenntnisse für die Kommunikation mit den Gästen und Kollegen unerlässlich sind. Und da die Gastronomie immer internationaler wird, sind auch solide Englischkenntnisse von Vorteil, um auch internationale Gäste kompetent beraten zu können.
Persönliche Stärken, die wirklich zählen
Neben den formalen Voraussetzungen sind es vor allem Ihre persönlichen Eigenschaften, die den Unterschied machen und Sie in diesem Beruf erfolgreich werden lassen. Aus meiner Erfahrung sind die folgenden Stärken besonders wichtig:
- Serviceorientierung: Die Fähigkeit, die Wünsche der Gäste zu erkennen und zu erfüllen, ist das A und O.
- Kommunikationsfähigkeit: Sie müssen klar und freundlich mit Gästen und im Team kommunizieren können.
- Teamgeist: In der Gastronomie arbeitet man Hand in Hand; ein gutes Miteinander ist entscheidend.
- Belastbarkeit: Gerade zu Stoßzeiten kann es hektisch werden hier ist ein kühler Kopf gefragt.
- Flexibilität: Schicht- und Wochenendarbeit sind üblich, daher ist Anpassungsfähigkeit sehr wichtig.
Ihr Gehalt in der Ausbildung und danach
So viel verdienen Sie während und nach der Ausbildung
Das Thema Gehalt ist natürlich immer von großem Interesse. Die Ausbildungsvergütung in der Gastronomie ist tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Tarifvertrag. Hier sind die durchschnittlichen Bruttomonatsgehälter, mit denen Sie rechnen können:
| Phase | Bruttogehalt pro Monat |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | ca. 900 € 1.050 € |
| 2. Ausbildungsjahr | ca. 1.000 € 1.150 € |
| Einstiegsgehalt nach Ausbildung | ca. 2.200 € 2.700 € |
Nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt, wie Sie sehen, in einem attraktiven Bereich. Mit zunehmender Berufserfahrung, Spezialisierungen und der Übernahme von mehr Verantwortung kann Ihr Gehalt natürlich noch deutlich ansteigen. Die Gastronomie bietet hier gute Perspektiven.

Ihre Karrierechancen nach einem erfolgreichen Abschluss
Vom Azubi zum Spezialisten oder zur Führungskraft
Nach Ihrer Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie stehen Ihnen viele Türen offen. Die Branche sucht händeringend qualifiziertes Personal, und mit Ihrem Abschluss haben Sie eine solide Basis für Ihre berufliche Zukunft geschaffen. Hier sind einige der vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen können:
- Anschlussausbildung: Sie können eine verkürzte, einjährige Ausbildung zum/zur Restaurantfachmann/-frau oder Hotelfachmann/-frau absolvieren, um Ihr Wissen zu vertiefen und sich weiter zu spezialisieren.
- Spezialisierungen: Wenn Sie eine Leidenschaft für bestimmte Bereiche entwickeln, können Sie sich zum Barista, Sommelier/Sommelière oder Barkeeper/in weiterbilden und so Ihr Fachwissen gezielt erweitern.
- Aufstiegsfortbildungen: Für alle, die Führungsverantwortung übernehmen möchten, gibt es Fortbildungen zum Restaurantmeister/in oder zum Gastronomiebetriebswirt/in. Diese qualifizieren Sie für leitende Positionen.
- Akademischer Weg: Mit der entsprechenden Hochschulzugangsberechtigung steht Ihnen sogar ein Studium im Bereich Hotel- oder Tourismusmanagement offen, um eine akademische Karriere in der Branche einzuschlagen.
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Die Zukunft der Gastronomie mitgestalten
So verändern Trends Ihren Arbeitsalltag
Die Gastronomie ist eine dynamische Branche, die sich ständig weiterentwickelt. Als zukünftige Fachkraft werden Sie diese Veränderungen miterleben und mitgestalten. Hier sind einige wichtige Trends, die Ihren Arbeitsalltag prägen werden:
- Digitalisierung: Digitale Bestell- und Bezahlsysteme, Reservierungssoftware und Tools zur Personalplanung werden immer häufiger eingesetzt. Das bedeutet für Sie, dass Sie sich mit neuen Technologien vertraut machen und effizienter arbeiten können.
- Nachhaltigkeit: Der Fokus auf regionale Produkte, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und umweltfreundliche Konzepte nimmt zu. Sie werden aktiv dazu beitragen, nachhaltige Praktiken im Betrieb umzusetzen und Gäste entsprechend zu beraten.
- Work-Life-Balance: Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bieten Arbeitgeber zunehmend flexiblere Arbeitszeitmodelle und bessere Arbeitsbedingungen an. Dies kann zu einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Sie führen.
